Hokus-pokus-hex-hex

Hokus-pokus-hex-hex

Schritt für Schritt … geht man an der Seite … reicht die Hand … begleitet man seine Kinder, seine Freunde, Klienten, Partner … Schritt für Schritt … auf dem Weg in die Eigenverantwortung und Selbstverwirklichung.

Eigenverantwortung – was für ein großes Wort!

In die Verantwortung gehen – das klingt oftmals leichter als es in Wahrheit ist. Verantwortung übernehmen heißt: Ich habe ein Wort für das, was ich mache. Ich kann begründen, warum ich diesen Schritt setze, so agiere oder wie ich mich positioniere. Denn Verantwortung für etwas – oder gar für sich selbst – zu übernehmen, bedeutet im Vorfeld eine Entscheidung zu treffen. Da, gleich noch so ein großes Wort mit Tiefgang!

Entscheiden

Wenn in früheren Zeiten ein Schwert aus der Scheide gezogen wurde, dann gab es nur mehr ein JA oder ein NEIN. Denn kaum war das Schwert außerhalb der Scheide, wurde damit Klarheit geschaffen, über Leben oder Tod bestimmt, der Weg frei gemacht: Gestrüpp wurde gestutzt, das den Weg unpassierbar machte. Es wurde ein Gegner enthauptet und somit das eigene Land geschützt und ggf. auch gerettet. So ein Schwert hat aber vielleicht auch nur gezeigt werden müssen, um klarzustellen: Bis hierher und nicht weiter! Überschreite nicht meine Grenze, denn dies ist mein Land, mein Reich, mein Leben, hier ist der Raum meiner Lieben, der durch mein Schwert gesichert wird. Und für jede Entscheidung, die getroffen wurde, musste Verantwortung übernommen werden.  …und das war damals genauso wenig leicht wie heutzutage…

Getrennte Wege gehen

Zu all dem Genannten gehört auch scheiden – trennen – auseinander gehen – sich distanzieren. Dabei ist die erste wichtige, überlebensnotwendige Ent-SCHEID-ung ja bei der Geburt passiert. Die erste lebensprägende Entscheidung: Geht man als kleine Seele durch diese enge Öffnung im Schoß der Mutter aus dem geschützten Raum ins unbekannte Leben, oder bleibt man im “altbekannten Wasser”, das zu einem Sumpf wird, der sich selbst vergiftet, wenn die Räumlichkeit nicht rechtzeitig verändert wird und man nicht in die EIGEN-verant-WORT-ung geht. Ich spreche hier bildlich aus, was nicht nur im Mutterleib, sondern was auch im realen Leben de facto passiert.

Entwickeln – auswickeln – verwickeln

Hat sich nun die kleine Seele für eine Veränderung entschieden, so kommt es zu einer Entwicklung. Alte Muster werden aufgebrochen – Bänder, die lange Zeit als Schutz, Verbindung und Verpflegung dienten, werden gelockert, entwirrt und sogar durchschnitten. Ein schmerzhafter Prozess – für alle Beteiligten – wohlgleich ein bedeutsamer! Und dieser Prozess ist nicht ein einmaliger, wie so manche vielleicht hoffen. Nein. Ent-WICK-lung passiert immer wieder. Ununterbrochen – wenn man sich darauf einlässt. Und kann nur dann passieren, wenn man loslässt. Wenn man erkennt, dass das Gegenüber auch alleine überlebensfähig ist. Doch die Angst, dass es zu Verwicklungen kommen kann, die bleibt. Und dass man nicht mehr im Mittelpunkt steht und sich die Welt nur um einen dreht – drehen muss – sondern dass es auch Parallel-Universen geben darf und kann. Und dass man durch das Loslassen selbst freier ist, sich entwickeln kann und das Gegenüber ebenso. Eigentlich eine win-win-Situation für alle. Eigentlich.

Alleine sein

Aber uneigentlich fühlt sich die Entwicklung (v.a. von Familienangehörigen) für viele Menschen als verlassen werden an. Oder im Stich gelassen. Oder ausgeschlossen werden. Oder nicht mehr gebraucht werden. Vor allem dann, wenn die Entwicklung nur auf einer Seite passiert… Dann kommt das Gefühl des Alleinseins ins Spiel. Der unangenehmen Form des Alleine seins. Dabei ist es doch ein All-eins-sein. Alles in sich haben. Ein Ganzes sein. Und wenn man weiß, dass man ein Ganzes ist – auch wenn sich etwas von einem getrennt hat, weil es sich entwickeln will – dann kann man wunderbar allein sein. Und genau dann fühlt man sich nicht einsam, sondern als einSam-en-korn, das alles in sich trägt und überall wachsen, gedeihen, entwickeln kann, wo auch immer es landen wird. Und dort, dort wird das Samenkorn, all das weitertragen, was man ihm in der Anlage mitgegeben hat.

Wachstum darf passieren

In so einem Samenkorn ist bekannter Weise alles enthalten, was fürs Leben nötig ist. Und oft ist es noch viel mehr! Wachstum kann das Erwachsen werden meinen (und erwachsen werden können wir auch mit 50+ – dann ist es ein überfälliges Ent-Wachsen), aber auch intellektuelles Wachstum bezeichnen, weil wir beschließen, ein Studium zu beginnen. Wachstum in Form neuer Denkansätze, die uns berühren oder körperlicher Veränderungen, weil wir auf Alkohol oder Zucker verzichten. Einfach so. Bloß, weil man sich dafür entschieden hat und nun für sein Leben Verantwortung übernimmt und in die Selbstverwirklichung geht…

Wachstum muss passieren und willkommen geheißen werden. Denn Wachstum ist mit dem Wort Selbstverwirklichung in Verbindung zu setzen. Mit dem “Mich selbst wirkend – also wirk-l-ich- machend”. Hokuspokus-hex-hex! Und plötzlich ist vieles anders…

Und es ist 1000 Mal besser, wenn wir zu uns stehen und über uns hinauswachsen, als in uns drinnen beginnt etwas zu wachsen. Oder?!