Studieren – Versprechen mögen halten

Studieren – Versprechen mögen halten

Pinklfrau wackelt mit ihren Fingerspitzen. Das macht sie immer so, wenn sie aufgeregt ist oder sich über etwas besonders freut. Das ist so, als würde sie “ES” somit schneller in ihr Leben holen wollen. “ES” … das Neue … die Freude … die Lebendigkeit, die mit dem “ES” einhergeht. Das Studieren … und das Lehren.

Nach etwas streben

Wie oft in meinem Leben hab ich nach etwas gestrebt?! Hab ich mich um etwas bemüht. Hab ich mich mit all meinen Kilos und Herzens-Partikeln für etwas eingesetzt. … Ich kann es nicht in Zahlen benennen. Ich weiß jedoch: Oft. Und – betrachtet man dieses “studere” unter dem Aspekt des wissenschaftlichen Lernens und Forschens, so bin ich jetzt das 3. Mal in einem solchen Prozess. Derzeit im Masterlehrgang Achtsamkeit in Bildung, Beratung und Gesundheitswesen.  Als Studierende an einer Universität oder Hochschule. Würde ich allerdings sämtliche Lehrgänge, Seminare und anderweitige Ausbildungen, die ich schon absolviert habe, dazuzählen, … OMG! Da hab ich schon viel Pinklfraulebenszeit investiert. Ob ich das nicht auch anders hätte nutzen können?? Ich?! Nein. Never ever. Ich tu es einfach zu gerne. Das Lernen, die Horizonterweiterung, das sich selbst Weiterbringen und Wissen weitergeben. Das Hamstern von Titeln und Ausbildungen steht nicht im Fokus – das passiert nebenbei.

Einen Sinn muss es halt haben

1993 war es, ich weiß es noch ganz genau, als ich mit meinen 18 Jahren an der (damals noch) Pädak in Wien das erste Semester absolviert hab und für mich klar war, dass ich aufgrund meiner Schwangerschaft mein Studium unterbrechen würde und als junge Mama und Hausfrau mein Kind großziehen würde. Sonderschullehrerin sein – der Traum schien zu verschwinden und wurde immer blasser und blasser.

Verständnis haben

Doch dann kamen meine Lehrgangsleiterin und die Praxisbetreuerin auf mich zu, baten mich um ein Gespräch. “Na super, jetzt schimpft sie sicher, weil ich irgendwas noch nicht fertig hab”, war damals mein erster Gedanke. Weit gefehlt. Sie erklärten mir, dass sie und ihre Kolleginnen und (fast) alle Kollegen mir einen Vorschlag zu unterbreiten hätten. Ich solle mein Kind bekommen, mir die Zeit nehmen, die nötig ist und dann … ja, jetzt kommt’s … und dann solle ich MIT DEM KIND an die Pädak zurückkommen und zu zweit fertig studieren.

Jetzt, in Grado auf dem Balkon sitzend und schreibend, versteht die Pinklfrau die Tiefe und die Auswirkungen dieses Angebots noch intensiver – viel tiefer – vielschichtiger. Tränen lassen die Schrift am MacBook verschwimmen…. Was, wenn ich diese Chance nicht bekommen hätte? Nicht ergriffen hätte?  Es nicht möglich gewesen wäre? … Gemeinsam mit dem Pinklfrausohn, der sich von den Vortragenden im Hörsaal tragen ließ, während ich in einer Gruppenarbeit vertieft war, hab ich das Studium absolviert – mit gutem Erfolg haben wir zeitgemäß abgeschlossen. Der Pinklfraubub und ich.

Ja, es muss einen Sinn machen.

Denn über die Strapazen (für den Zwerg und sie) will die Pinklfrau gar nicht reden. Jeden Tag um 5:30 aus dem Haus gehen, mit dem Zug nach Wien zu pendeln (mit Kind und Kinderwagen und Studierrucksack, in dem mehr Windeln und Spielzeug waren als Bücher und Unterlagen), Vorlesungen, Seminare und Übungen absolvieren, Arbeiten schreiben, während das Kind am Schoß schlief… ja, es hat Sinn gemacht. Denn es war beides machbar – das Studium und das Mama sein. DANKE, dass wir zwei von Anfang an ein gutes Team waren! <3

DANKE an Sonja Tuschel und auch DANKE an Eva Hörmann, die Verständnis für mich hatten und an mich geglaubt haben. Die beiden waren – und ich hab wirklich lange darüber nachgedacht – stark positiv prägend und vieles von dem, was mich ausmacht, hab ich von ihnen erfahren und gelernt… und gebe ich immer wieder weiter.

Lehrgangsleiter – die wahren Helden

Vor zwei Wochen kommt die Pinklfrautochter aufgeregt von Wibu heim. Wibu – in Pinklhausen die Abkürzung für Fachhochschule Wieselburg – denn dort studiert das Fräulein Tochter jetzt Produktmarketing und Projektmanagement. Schon auf der Heimfahrt ruft sie an, erzählt sprudelnd und aufgeregt, sich fast schon überschlagend von der ersten großen Vorlesung. Ihre Aufregung lässt meine Fingerspitzen erneut wackeln. Ich kenne das Gefühl.

Die Pinklfrautochter plaudert drauflos. Vom Lehrgangsleiter, der sie auffordert sich auszuprobieren, sich zu er-leben und sich zu finden. Der ihnen den Satz “Fake it, until you make it ” als Slogan für ihr Studium mitgegeben hat. Das Muttertier jubelliert: Klar, woher sollen sie es denn haben? Schau es dir genau an – probiere es aus – entwickle es und dich – mach dein Ding draus. Yeahhhhh!!

Und die Pinklfrautochter erzählt weiter:  Der Lehrgangsleiter von ihnen will, dass sie mit der Hand mitschreiben und nicht die ganze Zeit am Computer hängen, weil er mit ihnen in Kontakt treten will. Das Muttertier nickt anerkennend. Das will sie auch – die Pinklfrau, wenn die Studentinnen und Studenten an der Pädagogischen Hochschule in Baden in ihren Lehrveranstaltungen sitzen. Aber hinter dem PC verstecken sich nur selten die Studierenden, weil der Unterricht meist abwechslungsreich und spannend ist, lebendig und praxisnah, pinklisch halt ist. Und dann, dann hört die Pinklfrau von ihrer Tochter, dass sie sich – egal, ob sie eine Frage haben oder ein Antwort geben wollen – zuerst mit dem eigenen Namen melden müssen, und dann erst reden dürfen. Damit der Vortragende irgendwann vielleicht den Gesichtern Namen zuordnen kann. Cool – das borgt sich jetzt die Pinklfrau vom Lehrgangsleiter der amu aus – bis sie alle Namen kann 😉

Und das nächste, was das weibliche Pinklfraukind erzählt, ist: Es wird immer wieder unterstrichen, wie wichtig es ist querzudenken, und nicht fehler- sonder lösungsorientiert zu sein. Im Denken und im Handeln. Das Muttertier in der Pinklfrau erwacht, strahlt und wünscht sich ein Glas Prosecco herbei, um darauf anzustoßen!

Ja, so soll Studieren sein.

Die Fingerspitzen wackeln und das Herz hüpft. Das Pinklfraumuttertier weiß: Auch wenn schwierige Momente während der Studienzeit an der FH Wieselburg kommen sollten – da gibt es jemanden, der zukunftsorientiert unterwegs ist und das Pinklfraukind in der ersten Vorlesung emotional voll erwischt hat … sie gepackt hat … sie positiv geprägt hat. Chapeau!

Aber eigentlich hat die FH das Pinklmädchen schon beim Aufnahmegespräch “erwischt”.  Ein Flamingo, bunte Kühe am Campus, gut gelaunte Menschen … Es war Liebe auf den ersten Blick. Ein guter Werbeauftritt könnte man sagen. Ja, und dennoch: Die sind so und die stehen dazu. Geil!

Imageauftritt und persönlicher Kontakt

Darauf, auf den richtigen Imageauftritt und die persönliche Note, hat der Sohn der Pinklfrau immer schon geachtet. Ein professioneller Webauftritt. Gute Corporate Identity. Durchdachte Vermittlung der Inhalte. Übersichtlichkeit. Klarheit. Struktur. Und wenn alles modern, zeitgemäß und professionell passiert, dann ist der Technik-affine Teil in ihm schon glücklich. Ja, er steht für ein professionelles Auftreten, für Neugierde, gibt Werte weiter, kombiniert sie mit dem modernen Leben und hinterfragt die Bedeutung der zuvor genannten Werte gleichzeitig. Vor allem dann, wenn sie mit dem Gelebten und Vorgelegten nicht einhergehen… Ja, so nimmt das Muttertier ihren Sohn wahr. So erlebt sie ihn. Dafür liebt sie ihn.

Und als die Pinklfrau Mitte August gehört hat, dass sich der Pinklfraubub überlegt, an der Fachhochschule in Wiener Neustadt berufsbegleitend zu studieren, sich um ein zusätzliches Wissen für seinen Job bemüht, hat sie es gleich mal gefeiert und da ist ihr klar geworden: Diese Fachhochschule mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsberatung passt perfekt zu ihrem Sohn. Und dann, dann hat die Pinklfrau einen Facebookauftritt der FH Wiener Neustadt gesehen, für genial befunden und mit ein paar Worten in Richtung Sohnemann kommentiert … und die FH hat diesen Eintrag ebenfalls beantwortet. So, als ob man sich schon ewig kennen würde. Auf Augenhöhe. Professionell. Zeitgemäß. So, wie die FH im Werbeauftritt rüberkommt. So, wie der neue FH City Campus in der Innennstadt rüberkommt. So, wie man über das Studium Wirtschaftsberatung eben spricht.

Wie sehr sich das Pinklfraumuttertier wünscht, dass gehalten wird, was man verspricht…

Denn das ist es, was in Pinklhausen einen großen Stellenwert hat: Ehrlichkeit, Freundlichkeit und das Halten von Versprechen.

Versprechen mögen gehalten werden.

Mit der Pinklfrau sind es nun 3, die aus Pinklhausen kommen und studieren. Alle 3 nehmen ihr Studium ernst. Alle 3 wollen sich vertiefen. Neues erfahren. Sich entwickeln. Wissen duplizieren, potenzieren. Eine Chance nutzen. Dabei kritisch bleiben und achtsam zugleich. Mit sich. Mit dem Angebot. Mit den Menschen.

Das macht die Pinklfrau schon sehr stolz – ganz ehrlich.

Und die Pinklfrau, die sieht ein berufsbegleitendes Studium heuer ganz besonders durch eine neu geputzte Brille. Was zu tun ist, ist zu tun. Klar. Und dennoch werden Ehrlichkeit, Menschlichkeit und Handschlagqualität in ihrer Tätigkeit als Vortragende im Vordergrund stehen. Denn ohne der Menschlichkeit ihrer Lehrgangsleiterin wäre die Pinklfrau nicht die, die sie ist.

In diesem Sinne: Let´s do it! Let´s start it! Let’s fetz 😉