ICH muss es machen

ICH muss es machen

Dieser Tage landete eine Mail in meinem Postkasten. Von einer Klientin, die vor gut einem Jahr mit einem beruflichen Thema bei mir war. Eine entzückende junge Frau. Die quer durch Niederösterreich gefahren ist, um bei mir im Institut einen Termin zu bekommen. Alleine DAS ehrt mich schon. Und von genau dieser Frau hab ich eine Mail bekommen.

Ich weiß nicht, ob du dich noch an mich erinnern kannst.

…war der erste Satz, den die Mail enthielt.Ich war verblüfft. Klar doch, hab ich ein Bild von ihr und auch der Grund ihres Kommens ist immer noch präsent. Und dann las ich es: Dass der Termin so viel Sinn gemacht hat. Damals. Und dass SIE sich um ein Gespräch mit xy kümmern sollte. Gleich nach unserem Termin. Und dass sie dieses Gespräch schlussendlich nicht gesucht hatte. Weil sie gehofft hatte, dass es sich schon von alleine ändern würde. Ohne dass sie etwas dazu beitragen müsste, weil sie es verdient hatte. Weil sie schon sooo lange gelitten hatte.  Und dann las ich … dass sich nichts geändert hatte. Oder eigentlich schon: Dass es nämlich noch heftiger wurde.

Und warum hat sie sich nicht gemeldet?

Sie schrieb weiter, dass sie sich nicht bei mir gemeldet hat, weil es ihr einfach peinlich war. Weil SIE selber nichts an ihrem Problem verändert hat. … Das hat mich berührt. An dieser Stelle haben sich kleine Pinklfrau-Tränen über meine Wangen einen Weg gesucht. Ich versteh meine Klientin so sehr. Kann es nachvollziehen, wie es ihr ergangen ist. Warum sie sich nicht nochmals meldete. Die Gänsehaut verwandelte meinen Körper in eine Bergwelt bei dem Textteil: Weil ICH selber nichts an meinem Problem verändert habe.

Das war der springende Punkt

Ich als Pinklfrau, als Bewusstseinstrainerin, als Vortragende, als Kinesiologin, als Lehrerin, als Mensch … ich kann meine Klienten nur begLEITen. ErKENNen – umSETZen – durchFÜHRen – HANDeln muss dann jede/r für sich. Der Zauber beginnt im Institut, die UmSETZung machst DU im Leben.

Um etwas zu verändern braucht es nicht nur ein Ziel vor Augen, oder eine Sichtweisenänderung. Dazu braucht es vor allem Mut. Und ja, wir Menschen haben vor vielem Angst. Angst, dass wir verSAGen. Angst, dass wir ausgeGRENZt werden. Angst, dass wir ausgeLACHt werden. Angst, das wir unsere ErWARTungen nicht bringen können – und die der anderen. Angst vor Liebesentzug. Angst vor Konsequenzen. Und das will niemand!

Ich will das pure Leben!

Wer will das nicht?! Wer will nicht im frisch geputzten Haus sitzen? Einen vollen Kühlschrank haben und perfektes Wetter im Urlaub? Jede/r von uns hat WÜNSCHe, T-RÄUMe, ErWARTungen, SehnSÜCHte, die erFÜLLt werden sollen. Wir hoffen auf ein Schlaraffenland. Dabei ist das Schlaraffenland da. Es ist vor uns. Es ist in uns. Es ist unser Leben. Wir brauchen nur hin und wieder einen kleinen (oder größeren) Schubs vom Leben oder von Menschen, damit wir es tun. …das Gespräch suchen… …den Blickwinkel ändern… …die Unterlagen ordnen… …nein sagen…

Ein jedes NEIN zu dir, ist ein JA zu mir!

Diesen Satz gebe ich gerne meinen Klienten mit auf den Weg. Ein Satz, der sickern muss. Der verSTANDen werden muss. Ein Satz, der JA-Sagern ein Dorn im Auge ist. Ein Satz, der – schaut man nicht wirklich hin, völlig falsch verstanden werden kann. Ein Satz, den meine Klientin an sich erlebt hat – mit dem Ergebnis: Sie suchte schlussendlich das Gespräch. ErKLÄRte ihre Sichtweise. Bekam VerSTÄNDnis. ErREICHte ihr Ziel.

Chapeau, liebe Klientin!

Ich bin stolz auf dich! Du hast es wunderbar gemacht und ich danke dir für dein Mail, die Fotos und dein Feedback. Deine Zeilen waren nicht nur für dich und für mich wertvoll – sondern bestimmt auch für viele andere. DANKE <3